Heute war es sehr warm und besonders schwül. Das machte uns sehr zu schaffen, aber der Reihe nach.
Am Morgen waren wir, wie immer an der Busstation Portau verabredet. Wir machten uns auf den Weg zu einer wahren Besonderheit. Die Drahtoper. Sie heißt wirklich, also nicht im Volksmund, so. In einem alten Steinbruch gelegen, alles verglast. Dieses Glas wird durch eine Stahlrohr-Draht-Konstruktion zusammengehalten. Umgeben wird dieses Konzerthaus von dem Park Tingui. Eine Open Air Bühne, ebenfalls in einem Steinbruch, viel Natur, Wasser, und Tiere.
Es wurde mittlerweile sehr warm. Vom Park Tingui gingen wir zu Fuß, eigentlich nicht weit, zum Park Tangua. Wegen der Wärme, die allmählich zur Schwüle wurde, dauerte der Weg aber an.
Unterwegs machten wir besonders zwei Entdeckungen. So, dass man hier Hühner lebend kaufen kann. Das ist dann jedem Menschen freigestellt, das Huhn zu essen oder es (im Garten) laufen zu lassen. Aber auch, dass hier, mitten in der Stadt Leuchttürme stehen. Diese, von der Stadt errichteten Leuchtfeuer dienen der Bildung. Besonders in den Favela-Gebieten gebaut, enthalten diese eine Bibliothek, Internet, Lesebereich, Zeitungen, ... , .
Am Stadthaus von Curitiba sind diese dann auch als Riesenmosaik aufgenommen.
Der Park Tangua war dann eine schöne Idylle. Schade nur, dass die Hitze und vor allem die Schwüle immer mehr zu nahmen.
Den Mittag verbrachten wir bei einem super leckeren Picknick. Dank an Solaine, die uns so köstlich bewirtete. Besonders war der Obstsalat zu loben.
Wir entschieden uns dann für eine sehr lange Pause. Genug Zeit, um zu hause zu duschen und zu ruhen. Das war gut so. Denn es gab so ein heftiges Gewitter - man o man.
Am Abend waren wir in der Gemeinde nova esparanca eingeladen. In dieser Gemeinde werden so genannte Alpha-Kurse angeboten. Hier sollten wir sein. Gut, gut, so konnten mal einige, besonders Menschen, die erst seit kurzem zur Gemeinde gehören, sehen, dass gerade Besuch aus Deutschland da ist. Einen anderen Grund gab es für die Einladung wohl nicht. Die, noch am Morgen geltende Ankündigung: erzählt mal von euch, wurde dann kurzerhand aufgehoben. Es hätte auch wirklich nicht gepasst. Aber der Grund der Einladung hat sich noch nicht wirklich erschlossen. Nun, sagen wir so: Es war eine Gemeindeveranstaltung und als Partner-Gemeinde-Gruppe sollten wir das auch mal sehen. Schade, dass die Verständigung in solchen Kreisen so schwer ist.
3 Kommentare:
Eieiei, diese Konzerthalle sieht ja eher wie eine Vogelvoliere aus, finde ich.
Aber es ist bestimmt ein interessantes Erlebnis, drinnen zu sitzen und dann aber doch wieder nicht, weil man so nach draußen gucken kann.
Hey Martin und teile der JG!
Ja, auch von mir erstmal ein dickes Danke für dieses schöne Tagebuch...
Ich freue mich immer sehr darin zu lesen und ich habe sogar schon Clara entdeckt auf einem der fotos :P
Ich habe mal zwei kleine Frägelchen, die du vielleicht irgendwo in einem der texte mit einbauen kannst...
ICh weiß ich bin nicht so richtig oben auf mit den informationen, deshalb wolte ich mal fragen, wo ihr genau untergebracht seid? Ist das in einzelnen Familien oder alle zusammen...
Und dann welche Sprache ihr miteinander sprecht?
Ich wünsche euch sonst weiterhin eine wunderschöne zeit da unten und grüße alle ganz lieb.
ViVa
Wow! Fünf Tage und niemand wurde ausgeraubt oder Schlimmeres! Ich muss mein Brasilienbild wohl korrigieren! Weiterhin einen sicheren Aufenthalt!
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